Wir über uns

Die Zimmerer-Innung Karlsruhe ist der freiwillige Zusammenschluss von selbstständigen Handwerkern aus den Gewerken Zimmerer und Holzbau. 

Die Innung vertritt und fördert die gemeinsamen gewerblichen Interessen der in der Innung zusammengeschlossenen Handwerksbetriebe. Die Innung ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie sorgt für

  • die Pflege des Gemeingeistes und der Berufsehre,
  • die Überwachung und Regelung der Lehrlingsausbildung,
  • die Abnahme der Gesellenprüfungen,
  • die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, Lehrgängen und Seminaren,
  • die wirksame politische Vertretung der gewerblichen Interessen der Mitglieder,
  • Branchenstandards mit fachlich-sachlichen Preisvergleichen.

Historie

Um das wirtschaftliche Leben in Karlsruhe zu fördern und generell die Ansiedlung attraktiv zu machen, kamen die ersten Ansiedler in den Genuss weitreichender Vergünstigungen. Bauholz wurde gratis geliefert, auch Mauersteine und Mörtel wurden teilweise gestellt. Der Zustrom von Interessierten war dementsprechend groß, der Baubedarf immens. Kein Wunder, dass Karlsruhe auch für die verschiedenen Baugewerke ein Magnet war. Schon kurze Zeit nach der Gründung der badischen Residenzstadt wurde hier eine Bauzunft ins Leben gerufen. Die Mitglieder stammten dabei aus den verschiedenen Baugewerben, wobei die Zimmerleute die stärkste Gruppe bildeten.
Aus dieser Zeit zog es den Zimmermann Johann Ludwig Weinbrenner aus der Gegend von Schwäbisch Hall nach Karlsruhe. Er heiratete die Tochter des Karlsruher Hofzimmermeisters Arnold, brachte es selbst zum Hofzimmermeister und einigem Wohlstand. Sein zweiter Sohn, Friedrich, sollte zum bedeutendsten Baumeister Karlsruhes werden.
Die Zunftordnung wurde sehr streng gehandhabt, da der Markgraf sehr großen Einfluss auf das Handwerk ausüben wollte. Die verschiedensten Anforderungen in Gesellen- und Meisterprüfungen machten es in der Zeit notwendig, die gemeinsame Bauzunft aufzulösen und eine eigene Berufsorganisation zu gründen. So wurde im Jahre 1764 in der ältesten uns bekannten Urkunde unserer Bundeslade die Zimmerer-Innung Karlsruhe zum ersten Mal erwähnt.

Im Jahre 1770 wurde in Karlsruhe die Handwerkerschule des Kunstmeisters Fahsolt gegründet, in der die angehenden Handwerker die Zimmererkunst erlernten. Zehn Jahre später besuchte der Gymnasiast Friedrich Weinbrenner diese Schule.

An der Spitze der öffentlichen Bauangelegenheiten stand Hofbaumeister Müller, dessen Hauptanliegen Dauerhaftigkeit, äußerer Zustand der Gebäude und vor allem Sparsamkeit waren. Im Jahre 1820 wurde die Bauzunft auch mit obrigkeitlicher Genehmigung getrennt. Zimmerer und Maurer hatten nun jeweils eine Zunft für sich.

Die napoleonische Zeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts brachte für das Handwerk weitreichende Veränderungen. Die alte Zunftordnung blieb zwar im Grunde noch bestehen, die Bestimmung allerdings wesentlich erleichtert.

Die allgemeine Arbeitslosigkeit in der Mitte des 19. Jahrhunderts führte zu Massenauswanderungen, vor allem nach Amerika. Das war mit ein Grund für die Regierungen der deutschen Länder, nach und nach die alten Zünfte mit ihren hemmenden Schranken aufzuheben – in Baden wurde die Gewerbefreiheit ab 1862 eingeführt.

Nach Aufhebung der Zünfte machten allerdings nur wenige Berufs- und Handwerkszweige von ihrem Recht Gebrauch, freie Genossenschaften zu bilden. Erst nachdem 1897 das neue Handwerkergesetz in Kraft getreten und 1900 Handwerkskammern gebildet worden waren, lebten auch Innungen und freie Handwerkervereinigungen wieder auf.

Die Karlsruher Zimmerer-Zunft ist eine der wenigen, die in dieser Zeit naht- und bruchlos zunächst in eine Zimmermeister-Vereinigung und schließlich in eine Zimmerer-Innung übergegangen ist.

Anfang des 20. Jahrhunderts war die Vereinigung Karlsruher Zimmermeister an der Bildung badisch-pfälzischen Zimmermeisterverbandes und später an der Gründung des Bundes deutscher Zimmermeister mitbeteiligt.
Vor dem Ersten Weltkrieg war die Geschäftslage in Karlsruhe im großen und ganzen gut. Die Zimmermeister-Vereinigung übernahm gemeinschaftlich Zimmerarbeiten für eine Reihe von Neubauten, z. B. Bahnhofsneubau, Gewerbeschule, Postscheckamt usw.

Zwei Weltkriege brachten die Tätigkeit der Zimmer-Innung zum Erliegen. Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg mit seinen großen Zerstörungen in Karlsruhe und Umgebung herrschte zwar enormer Baubedarf, doch Baumaterial und Rohstoffe waren knapp. Eine der wichtigsten Aufgaben der Innung direkt nach dem Krieg war demzufolge die Verteilung der karg bemessenen Kontingente sowohl von Bauholz als auch sonstigen Baumaterials auf die einzelnen Mitgliedsbetriebe.

1951 und 1967 war die Zimmerer-Innung Karlsruhe gemeinsam mit dem Landesverband an der Organisation der Bundestagungen des Bundes deutscher Zimmermeister in Karlsruhe beteiligt. Von 1967 bis Mitte der 80er Jahre richtete die Innung jährlich eine überbetriebliche Lehrlingsunterweisung aus.

Von 1975 bis zum Jahr 1994 führte die Zimmerer-Innung als einzige Innung jährlich Meisterkurse zur Vorbereitung zur Meisterprüfung durch. Diese Kurse hat nun die Heinrich-Hübsch-Berufsfachschule in Karlsruhe übernommen. Noch heute werden die Praktischen Unterweisungen von Zimmermeister der Karlsruher-Innung mit großen Erfolg durchgeführt.

Der Anfang des 21. Jahrhunderts ist geprägt vom Überlebenskampf der einzelnen Betriebe. Durch Fortbildung der Mitarbeiter und Unternehmer will man dem entgegenwirken. Die Innung sieht sich verstärkt als politische Vertretung der Belange ihrer Mitglieder und als Qualitätsinstanz, die eine fachliche und verlässliche Ausbildung garantiert, und die die Werte des Berufes nach außen trägt.

Mit Zimmermeister Uwe Ratzel, der der Innung seit 2007 vorsteht, führt heute der sechste Obermeister seit Kriegsende, nach Eduard Jüngert (Obermeister 1945–48), Philipp Lehberger (Obermeister von 1948–63), Kurt Walder (Obermeister von 1963–69), Ehrenobermeister Hans Fix (Obermeister von 1969–95) und Manfred Beimel (Obermeister von 1995–2007) die Geschicke der Innung. Die Zuständigkeit umfasst den Stadt- und Landkreis Karlsruhe (außer Kürnbach, Sulzfeld und Zaisenhausen).

Mitglieder und Vorstand

Mitarbeiter Kreishandwerkerschaft:

Andreas Reifsteck
Geschäftsführer

  • Leitung der Geschäftsstelle
  • Rechts- und Ausbildungs­ angelegenheiten
  • Grundsatzfragen
  • Zentrale Verwaltungsarbeiten

Fon: 0721/93284-0
reifsteck@handwerk-region-karlsruhe.de

Yvonne Krüger
Sachbearbeiterin

  • Zwischenprüfungen
  • Gesellenprüfungen

Fon: 0721/93284-15
krueger@handwerk-region-karlsruhe.de

Elke Büttner
Sachbearbeiterin

  • Innungsangelegenheiten
  • Telefonzentrale
  • Veranstaltungen
  • innere Organisation
  • Kundenbetreuung
  • Sonderaufgaben

Fon: 0721/93284-12
Telefonzentrale: 93284-0
buettner@handwerk-region-karlsruhe.de

Daniela Rieber
Sachbearbeiterin

  • Buchhaltung
  • Rechnungswesen

Fon: 0721/93284-13
rieber@handwerk-region-karlsruhe.de

Vorstand:

Uwe Ratzel
Obermeister
Bahnhofstr. 11
76351 Linkenheim-Hochstetten

info@zimmerei-ratzel.de
www.zimmerei-ratzel.de

Andreas Leiser
stellvertr. Obermeister
Industriestr. 50
76698 Ubstadt-Weiher

info@leiser-holzbau.de
www.leiser-holzbau.de

Karsten Buss
Frühlingstr. 21
76703 Kraichtal-Menzingen

info@buss-holzbau.de
www.buss-holzbau.de

Reinhard Breyer
Karlsfeldstr. 6
76297 Stutensee

holzbau-breyer@web.de
www.holzbau-breyer.de

Bernhard Gruber
Schafgraben 12
75015 Bretten-Neibsheim

info@zimmererteam-gruber.de
www.zimmererteam-gruber.de

Georg Koller
Im Schlehert 16
76187 Karlsruhe

zimmerei-koller@t-online.de
www.zimmerei-koller.de

Mario Müller
Hermann-Vollmer-Str. 45
76187 Karlsruhe

info@holzbau-mueller-ka.de
www.holzbau-mueller-ka.de

Matthias Schwerdtfeger
Auer Str. 10 A
76227 Karlsruhe

info@schwema.de
www.schwema.de

Norbert Schmidt
Krummestr. 13
76229 Karlsruhe

info@goutier-schmidt.de
www.goutier-schmidt.de

Björn Strauß
Kirchstr. 17
75015 Bretten

info@strauss-holzbau.de
www.strauss-holzbau.de

Klaus Tagscherer

Scheffelstr. 7
68794 Oberhausen-Rheinhausen

info@holzbau-tagscherer.de
www.holzbau-tagscherer.de

Matthias Schwerdtfeger
Auer Str. 10 A
76227 Karlsruhe

info@schwema.de
www.schwema.de